Brush pens, Aquarell Farben und mehr in der Weihnachtszeit

Es treibt der Wind im Winterwalde die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde sie fromm und lichterheilig wird,
und lauscht hinaus.
Den weißen Wegen streckt sie die Zweige hin - bereit, und wehrt dem Wind
und wächst entgegen der einen Nacht der Herrlichkeit.
- Rainer Maria Rilke

Jedes Jahr, wenn Weihnachten näher rückt, stelle ich mir dieselbe Frage: Male ich wieder Karten selbst? Klassische Motive wie Christbaumkugeln sind zwar schön und schnell gemacht, aber die habe ich schon mehrfach verschenkt – Zeit für etwas Neues.

Auf der Suche nach mehr Abwechslung habe ich mich dieses Mal für unterschiedliche Bäume, Schneeflocken und ähnliche Motive entschieden. Besonders spannend war für mich der erste Einsatz von „Rubbelkrepp“, auch „Maskierfilm“ genannt. Ein Gläschen davon hatte ich schon länger zu Hause, denn dieses Medium fasziniert mich schon eine Weile: Die blau eingefärbte Flüssigkeit lässt sich mit einem feinen Pinsel sehr präzise auftragen, trocknet rasch und kann anschließend mit Aquarellfarbe oder Brush Pens und Wasserpinsel übermalt werden.

Nach dem Trocknen rubbelt man den Film vorsichtig vom Aquarellpapier ab – und legt das Motiv in Weiß, oder der jeweiligen Grundfarbe des Papiers, frei.

Was mich allerdings gestört hat: Wenn man mit Bleistift vorskizziert und den Maskierfilm darüber aufträgt, bleibt die Skizze nach dem Abrubbeln hartnäckig erhalten. Selbst mit einem guten Radiergummi hat es einige Zeit gekostet, die Linien halbwegs unauffällig verschwinden zu lassen.

Schneeflocke in Rubbelkrepp
Beispiel 1 mit Brush Pens
Beispiel 2 mit Aquarellfarben

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